Willkommen

Mit großer Trauer geben wir bekannt: Fritz Blaschke hat dieser Welt Adieu gesagt.

Friedrich "Fritz" Blaschke, erblickte am 19. November 1930 in Wien Floridsdorf zum ersten Mal das Licht dieser Welt.

Fritz kann auf ein reich bebildertes Leben zurückblicken. Seine Handlungen waren schon in früher Jugend verlässlich. Nicht nur sein balltechnisches Talent konnte er über lange Jahre bei Admira, und danach beim Fussballverein Lask unter Beweis stellen. Sein kaufmännisches Talent verwirklichte er nach der Matura in Waidhofen an der Thaya direkt bei einem Sponsor der Admira - der Bank der Bundesbahnen - in Wien. Im Jahrzehnt nach 1950 bereiste er mit seinen Fussballklub Admira fast die ganze Welt. Ausserhalb von Europa durfte er zum Beispiel Hongkong, Nordafrika, die UDSSR bis zum Vorderen Orient besuchen. Das legte den Grundstein für seinen nächsten Lebensabschnitt: Fritz, der Geniesser.

Das Vermengen von alkoholischen und nicht alkoholischen Flüssigkeiten begann er im Hotel Sacher in Baden bei Wien. Sein Können als Barkeeper perfektionierte er dann im Hotel Bristol, wie auch in Zürich, bei der Olympiade am Axamer Litzum, und an einer der damalig besten Adressen in München, dem James Club. Sein zuvorkommendes gutes Benehmen beeindruckte auch Farah Diba, die ihn ganz persönlich einmal so zwischendurch einfach auf eine Großportion des iranischen Caviars samt Champagner einlud. Charmant reagierte er prompt und verlässlich, wenn einer seiner StammkundInnen in die jeweilige Bar kam, und er schon parat stand mit dem dementsprechenden flüssigen Gold. Der extratrockene Champagner Dom Perignon - nur in den bestern Jahrgängen - wurde immer wieder gerne genommen, vor allem von einem gewissen Fürsten von und zu L. Fritz wurde direkt zurück eingeladen auf eine Flasche Gordon Rouge, der etwas milder schmeckte. Bei seinem Gastspiel in Stockholm, konnte er nicht vom Start weg als Barkeeper tätig sein, woraufhin er einfach die Küchenbrigade unterstütze und auch in Belang auf das Flambieren von Speisen zum Meister wurde. Über Jahre hinweg war er der Einzige, dem es genehmigt wurde, sommers im Hotel Bristol sein Können als Barkeeper und Restaurantleiter unter Beweis zu stellen, und im Winter im Kleinwalsertal, die dortigen Gäste mit seinen Eigenkreationen und Bar-Standards zu beglücken. Zwischendurch konnte auch Velden sein großes Barkeeper-Herz nützen.
 
Auch zum Zeitpunkt späterer Aufgaben wie dem Journalismus, welcher sich natürlich immer um Genuß drehte, konnte er die Quellen seiner vorangegangenen Tätigkeit als Barkeeper zumindest für gute Recherchen grenzenlos nützen. Mehrere Verlage griffen auf sein kompetentes Know-how im Bereich von Essen & Trinken mit hohem Genussfaktor zurück. Er verfasste Beiträge, Bücher und große Reportagen. Seine drei Bücher: Prickelnde Welt (1991), Prickelndes Österreich (1995) und Die Welt der gebrannten Weine (1996) gelten als Standardwerke, und dienen auch heutigen Vortragenden noch immer als Nachschlagwerke und illustrieren die Geschichte der Produzenten und Produkte ebendieser Sekte, Champagner und gebrannter Weine ausführlich. Als Chefredakteur mehrerer Getränkemagazine bewies er immer wieder sein fundiertes Fachwissen. Das Magazinprojekt "Trinkgenüsse & Lukullisches" begleitete ihn die letzten Jahre seines Lebens. Einen kleinen Teil von ebendiesem präsentierte er da auf dem Silbertablett, manche Gustostückerl aus Österreich und Europa wurden da in ansprechender und lustvoller Weise dem p.t. Publikum vorgestellt. Und einige seiner früheren Kollegen in welchem Hotel und in welcher Bar auch immer, erinnerten sich sogar nach 20 Jahren noch an den "Fritz".

Fritz war nicht nur ein Verehrer des Lebens, der vielen guten Produkte, sondern natürlich und im großen Maße der Frauen. Zweimal hatte er eine ihm angetraute bessere Hälfte, die ihn durchs Leben begleitete. Fritz war (fast) immer ein freundlicher, gütiger und grosszügiger Mensch, und teilte sowohl sein Wissen, zeigte aber auch seine Zufriedenheit in Form von ordentlichem Trinkgeld. Denn er wußte ja aus eigener Erfahrung, wie sich ein solcher Job anfühlt, und wie man ihn am besten lebt.

Ein wertvoller Mensch hat mit ihm diese Welt verlassen. Und wir freuen uns darauf ihn irgend wann einmal wieder zu sehen.
Die Zusatz-App "Gifthäferl" war selten in Funktion, worauf auch sofort wieder Sonnenschein und Herzlichkeit folgte.
Ungerechtigkeit  ließ er einfach nicht gelten, das "wurmte" ihn, das beschäftigte ihn, und das wollte er immer wieder ändern.

Völlig unerwartet, hat Fritz, der sein Leben zu vielen Zeiten geniessen durfte, am 15. Juni 2012, kurz vor Mitternacht, die Augen zum letzten Mal geschlossen. Er fehlt nicht nur seiner letzten Partnerin Gertrud "Gerti" Novacek, deren Tochter und dem Enkerl Julia von Gerti, wie auch seinen eigenen Verwandten sehr. Um es einfach mit den Augen und den Worten eines Geniessers auf den Punkt zu bringen: Unser Fritz ist nun schon einige Zeit selbst nicht mehr anwesend, aber das zuvor gefüllte aber nun geleerte Glas, wird noch sehr sehr lange sein Aroma, seine Authentizität, seine Kraft, seine Vielfältigkeit, seinen Anspruch an Qualität und seine Reinheit immer wieder aufs Neue preisgeben. Und das bleibt auch in den Herzen und am Gaumen seiner vielen Freunde, Bekannten, Kollegen, Auftraggeber und Wegbegleiter. Seine nachhaltige Wirkung auf viele Menschen wird sicher noch einige Zeit anhalten.
Auch der Verfasser dieser Zeilen, Christof Pelz, war einerseits erfreut einen Stück des Weges mit Fritz im publizistischer und geniesserischer Weise gegangen sein zu dürfen, ist aber auch traurig, ob dieses plötzlichen Verlustes.

Reisen Sie mit uns durch Europa, solange es noch steht.

Bewegen Sie sich mit uns quer durch die Speise- und Getränkekarten der Kulturen europäischer Länder und einzelner Landstriche.
Beispielhaft dürfen wir nennen: Frankreich (Calvados, Champagner, Cognac), Grossbritannien Schottland (Gin, Malt-Whiskey), Italien (Prosecco-Frizzante, Grappa, Prosecco-Spumante), Niederlande (Genever), Polen (Wodka), Portugal (Portwein), Spanien (Sherry), Ungarn (Barack), Zypern (Halloumi Käse) uvm.

Empfehlungen präsentieren wir zusätzlich sowohl für frische Produkte - auch für Bio - wie auch interessante Restaurants und Locations im In- und Ausland. Gesammeltes Wissen wird auch als PDF zum Download zur Verfügung gestellt werden.


Die lebenslange Erfahrung zu Genussreisen und Gastronomie von
Fritz Blaschke & Gertrud Novacek
haben Ihnen
neue Horizonte des
Genusses eröffnet.

Guten Appetit und ein herzliches Prosit!

PS: Ein Feinschmecker auf Reisen ist das Geniessen
von Essen, Trinken, Natur und Kultur.